Pfarrer Ralf  Krust,
Hardheim

„Himmel und Erde werden vergehen;
meine Worte sind
fĂŒr alle Zeiten gĂŒltig und vergehen nie."


Meinen Konfirmanden und SchĂŒlern sage ich immer und wahrscheinlich können sie es schon nicht mehr hören, aber es ist so und ich kann es nicht Ă€ndern:

                                        „Du musst nichts, außer sterben.
                        Alles andere machst du mehr oder weniger freiwillig."


Die meisten Menschen glauben an ein Weiterleben nach dem Tod. Aus den östlichen Religionen kommend, hat auch bei uns die Lehre von der Seelenwanderung Einzug gehalten. Abgesehen davon, dass ich sie grausam finde, wer will schon ewig wandern, bis er sich ins Nichts auflöst, hat sie noch einen anderen Fehler: sie ist falsch. Jesus sagt klar: Himmel und Erde werden vergehen, da bleibt kein Platz fĂŒr eine Wanderung der Seele, mit dem Tod fĂ€ngt etwas Neues an.

Fragen wir einmal danach, was bleibt und was nicht:

Zuerst: Was bleibt nicht?

Alle sichtbaren GĂŒter bleiben nicht, das ist z.B. in dem volkstĂŒmlichen Sprichwort ausgedrĂŒckt: „Das letzte Hemd hat keine Taschen." Was weiter vergeht ist unser Körper, das haben einige von uns schmerzlich erfahren mĂŒssen, als sie einen lieben Menschen verloren haben. Der Körper eines Menschen gehört zu dem Bereich Himmel und Erde, die vergehen werden.

Aber auch noch andere Dingen sind betroffen, alles was nicht zu dem Plan und Ziel Gottes fĂŒr unser Leben zu tun hat, wird in der Ewigkeit keinen Bestand haben.

Zweiten: Was bleibt?

Jesus sagt das mit einer unmissverstÀndlichen Deutlichkeit: meine Worte und meint damit Gottes Wort. Es lohnt sich also in die Bibel hinzuschauen, erstens hat sie selber ewigen Bestand und zweitens zeigt sie uns die Dinge, die ewigen Bestand haben werden.

Unsere Persönlichkeit bleibt bestehen und wird sich im Gericht Gottes verantworten mĂŒssen. Alles was zu dem Plan und Ziel Gottes fĂŒr unser Leben beigetragen hat, wird in der Ewigkeit Bestand haben.
Alles was wir mit Gott gemacht haben.

"Niemand weiß, wann das Ende kommen wird; weder die Engel im Himmel noch der Sohn Gottes. Die genaue Stunde kennt nur der Vater. Darum werdet nicht nachlĂ€ssig und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann es soweit ist."

Zu allen Zeiten haben die Menschen versucht, das Weltende zu berechnen. Wie dumm das ist, zeigt die Tatsache, dass Jesus, als er als Mensch auf der Erde war, es auch nicht gewusst hat. Du brauchst keine Angst haben, es zu verpassen. Wenn Jesus wiederkommt, braucht es dir niemand zu sagen, es wird fĂŒr alle klar sein.

Darum ist es klug, sein Leben gut und mit Gott im Einklang zu leben.
Dabei kann uns eine kleine Schrift von Martin Luther helfen, der:
 
                          „Sermon von der Bereitung zum Sterben"
:

Hier zeigt er auf, wie du dich aufs Sterben vorbereiten kannst, ich will nur die Gliederung der Schrift aufgreifen.,

Zuerst die Einleitung:

1) Vor dem Tod soll man leiblich und geistlich sein Haus bestellen z.B. Testament machen

2) Es gilt den Tod als Geburt zu neuem Leben zu verstehen. So wie die Geburt das Kind aus dem engen Mutterleib in die weite Welt fĂŒhrt, fĂŒhrt uns der Tod aus der Enge der Welt in den Himmel.

3) Man lasse sich glaubend mit den Sterbesakramenten versehen. Das Abendmahl hilft, dem Tod den Schrecken zu nehmen.

Der erste Teil behandelt: Der wichtigste Blickpunkt des Sterbenden: Christus und seine Gnade

Der zweite Teil fÀhrt fort: Der wichtigste Trost des Sterbenden: Das Zeichen der Sakramente

Es ist gleich, ob das Ende der Welt oder unser Tod als erstes kommt, fĂŒr beide FĂ€lle möchte Jesus uns aufrĂŒtteln.

Sich darauf vorzubereiten, dass wir einmal vor unserem Schöpfer stehen werden und ihm Rechenschaft ĂŒber unser Leben geben, ein Leben mit seinen Höhen und Tiefen, mit seinen sonnigen Tagen und seinen Schattenseiten. Doch entscheidend dabei ist ein wacher Glaube an unseren Herrn und Retter Jesus Christus.

 

ralf@krust.de